AMD Ultrathin Notebooks


Auf dem AMD Financial Analyst Day wurde die Katze endlich aus dem Sack gelassen. Es wurde schon länger vermutet und es ist auch der einzig logische Schritt. Auch AMD wird sehr dünne Notebooks anbieten. Da Ultrabook aber eine eingetragene Marke von Intel ist, musste ein neuer Name her: AMD Ultrathin.

Was es damit auf sich hat und warum hier darüber berichtet wird, erfahrt ihr nach dem Klick.

Zuerst das Warum: Ultrathins und Ultrabooks sind für mich die gleiche Geräteklasse. Also wird hier auch darüber berichtet.

Jetzt zum Was:

AMD hat drei neue Familien ihrer Trinity APUs (Advanced Processing Unit – CPU + GPU) vorgestellt. Diese zielen auf den Bereich unter 20 Watt TDP (Thermal Design Power), also den Ultrabook-Bereich ab.
Nun stellt sich die Frage ob diese Trinity APU in Performance-Bereiche der Intel Core i5 und Intel Core i7 Prozessoren vorstoßen kann.

AMD’s Fusion blog:

New for 2012, AMD will introduce a low voltage “Trinity” APU that will be ideal for the next-generation of ultrathin notebook. This “Trinity” APU matches the experience enabled by the AMD 2011 APU in up to half the TDP. As we said, “Trinity” is on track for introduction in mid-2012.


Trinity ist der Name für die APU Platform, die auf dem “Piledriver” Prozessorkern basiert. Die “A6 Serie” wird einen TDP von 17 Watt haben, also für Ultrabooks bzw. Ultrathins in Frage kommen. Diese Piledriver Platform soll laut AMD die gleiche Performance bieten wie die derzeitige “Llano” Platform, die einen TDP von 35 Watt hat. Also eine erhebliche Steigerung.

Das bedeutet, dass AMD zwei Prozessorkerne haben muss, die jeweils etwa eine 25%ige Performancesteigerung gegenüber der Llano-Platform aufweisen, um durch eine kleinere Taktrate den 17 Watt TDP zu erreichen. Ein weiterer Pluspunkt der Trinity APU wird laut AMD der Grafikkern sein. Dieser soll doppelt so schnell als der in heutigen Intel Sandy Bridge Platformen eingesetzte Intel HD 3000 sein. Bei 30%er Steigerung der Ivy Bridge Grafiklösung Intel HD 4000, könnte der Grafikkern der AMD Platform sogar schneller als dieser sein. Abwarten.

Zur Akkulaufzeit sagt AMD, dass eine längere Akkulaufzeit als bei 17 Watt Konkurrenzsystemen, also Ultrabooks, erwarten.
Dieses Statement ist pures, nichtssagendes Marketing, da die Akkulaufzeit eines Ultrabooks, Ultrathins oder Notebooks nur zu etwa 30% auf die CPU und GPU zurückzuführen ist. Wichtiger ist der Verbrauch des Display, der Kabellosen Schnitstellen und natürlich die Größe des Akkus. Außerdem wird nicht gesagt ob diese “vergleichbare 17 Watt Konkurrenz-Platform” ein derzeitiger Sandy Bridge mit Intel Grafiklösung oder ein Sandy Bridge mit externer Grafiklösung von Nvidia oder AMD oder ein Ivy Bridge, der in den Ultrabooks verbaut sein wird, wenn die ersten Ultrathins erscheinen, ist.

Da AMD einen Preis von unter 900 $ anpeilt (im Gegensatz zu dem “unter 1000 $ von Intel Ultrabooks), ist auch nicht zu erwarten, dass qualitativ bessere Komponenten verbaut sein werden. Somit kann eine längere Akkulaufzeit eigentlich nur über größere Akkus realisiert werden, die dann aber wieder das Gerät vergrößern.

Bedenkt, dass Intel auch noch andere Komponenten verlangt, damit ein Hersteller ein Gerät “Ultrabook” nennen darf. Um einige zu nennen:

  • SSDs (schwer vorstellbar in “unter 900 $ Ultrathins”)
  • Harware Sicherheitssysteme
  • Thunderbolt
  • Intel Smart Response
  • Wireless Display
  • Patentierte Thermische Designs (z.B. Belüftung durch die Tastatur)

Werden ähnliche Technologien in AMD Ultrathins zu erwarten sein?

Keine Frage, AMD wird mit Sicherheit schöne, flache Geräte bauen lassen (weswegen ich hier auf ultrabooknews.de auch sehr an diesen interessiert bin). Aber ich denke nicht, dass sich diese so einfach mit Ultrabooks vergleichen lassen.

Was denkt ihr?

 

Quelle: AMD via Ultrabooknews

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  • http://makesyouhappy.org/ Ricardo

    Also ich glaube Ultrathins mit Preisen unter 900 $ ist genau das was im Moment am Markt fehlt. Egal wie diese ausfallen, sie sorgen für Wettbewerb und der tut immer gut.Weiterhin finde ich es auch durchaus möglich das Ultrathins sehr billig angeboten werden können. Ich meine eine SSD sollte schon verbaut sein alleine schon wegen der Akkuleistung aber so teuer sind die nun auch wieder nicht. Wir sprechen hier längst von Preisen weit unter 1 €/GB. Manche Intel-only Features wie die Hardware Sicherheitssysteme (Intel AT) oder Thunderbolt finde ich teilweise auch unnötig. Es ist sicherlich nett solche Features zu haben aber nicht jeder brauch eine Diebstahlsicherung die sowieso Geld kostet und kein reines Hardwarefeature ist und Thunderbold hat in meinen Augen so oder so keine Chance gegen USB3.0 oder HDMI. Ich hab persönliche Gründe warum ich ein Notebook mit Intel und Nvidia Hardware vorziehen würde aber eigentlich sollte ein Ultrathin mit AMD und ATI Hardware genauso gut sein und wenn es solche Systeme sogar noch 100 – 200 $ weniger gibt umso besser. Das ist die Stelle die AMD zur Zeit hat. Eine billige und qualitativ gleichwertige Alternative zu Intel.

    • Anonymous

       Das mit der Qualität kann ich im Moment noch nicht so ganz glauben… Vom CPU und der GPU her meinetwegen, aber z.B. hat sich Intel auch die Ultrabook Thermal Designs patentieren lassen. Also ist es für AMD ziemlich schwierig ein dünnes Design mit einer ordentlichen Hitze-Ableitung zu bauen.
      Aber generell stimme ich dir zu: Konkurrenz belebt das Geschäft.

      • http://makesyouhappy.org/ Ricardo

        Wahrscheinlich ist die Qualität teilweise etwas schlechter aber das muss ja nicht heißen das sie schlecht ist. ;)
        Die patentierten Thermal Designs muss AMD oder die Hersteller nun anders Lösung aber es führen ja viele Wege nach Rom.